"Die ganze Geschichte ist fast schon pervers"

1.12.2014

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CDU-Fraktionschef Peter Hauk informiert sich über die Retention

Auf Betreiben der Bürger initiative für eine verträgliche Retention (BI) kam Peter Hauk, der Fraktionschef der CDU im Stuttgarter Landtag, nach Vogtsburg, um sich über das Anliegen der engagierten Bürger zu informieren.

Gemeinsam mit der Stadt Vogtsburg kämpft die BI dafür, dass im Rückhalteraum Breisach-Burkheim auf die geplanten ökologischen Flutungen verzichtet wird. Stattdessen wirbt die BI dafür, im Hochwasserfall die neun Schluten am Burkheimer Wald zu öffnen. Derzeit laufe eine Umweltverträglichkeitsstudie, in der beide Wege – ökologische Flutung wie Schlutenlösung – miteinander verglichen werden, erklärte Lothar Neumann, der Vorsitzende der BI, dem Gast aus Stuttgart.

Ins Planfeststellungsverfahren könne man selbstverständlich nur mit einer Lösung gehen, betonte Neumann. "Wir hoffen, dass das Regierungspräsidium sich für unsere Alternative entscheidet", sagte er. Breisach ist bekanntlich von insgesamt drei Rückhalteräumen betroffen. Für den Polder Kulturwehr bei Breisach habe die BI erreicht, dass Flutungstage und die Stauhöhe des Wassers deutlich reduziert wurden, berichtete der Vorsitzende der BI.

Selbst Auenbäume gingen ein, wenn sie länger als vier Tage unter Wasser stünden, sagte der Politiker und ausgebildete Forstwissenschaftler. "Wir haben eben keine Mangroven", so Hauk.
Grundsätzlich sei deshalb jenen Lösungen der Vorzug zu geben, die einen weniger gravierenden Eingriff in die Natur darstellten. "Wo es Alternativen zu ökologischen Flutungen gibt, macht es Sinn, auf die Schlutenlösung als Ausgleich zu setzen", betonte Hauk.

 

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Quelle BZ-Artikel vom Sa. 29. Nov. 2014