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Artenverarmung als Ergebnis der ökol. Flutungen

23.04.2017

Leserbrief von Katharina John über den Unsinn und Falschdarstellungen im BZ Bericht vom 1.3.2017 (http://www.badische-zeitung.de/breisach/eine-schlutenloesung-reicht-nicht--133914042.html)

... In der Tat klingt sie romantisch und verlockend, eine solche Landschaft, ja, sie zaubert Bilder einer Tolkienschen Wildnissidylle in die Köpfe einer übertechnisierten, zivilisationsmüden Gesellschaft.

Bei näherer Betrachtung entpuppt sie sich jedoch als ein fades Ammenmärchen, das allenfalls Kindern im Vorschulalter aufgetischt werden kann. 

Besonders ärgerlich ist aber auch der sonstige Argumentationsgang dieses Artikels.

... sondern um Zeitgenossen, die aufgrund ihres gesunden Menschenverstandes – um diese zwar überstrapaziert erscheinende, aber dennoch häufig immer noch verlässliche Urteilsinstanz dann doch einmal ins Feld zu führen – ein trotz menschlicher Eingriffe über Jahrhunderte hinweg erstaunlich lebendiges, vielfältiges, artenreiches und bereits mehrfach geschützes Ökosystem(!) massiv bedroht sehen und sich durch die Äußerungen der Naturschutzverbände verhöhnt, diffamiert und obendrein massiv im Stich gelassen sehen.

... Im Fall des Rheinauenwaldes werden so einzelne seltenere hochwasserresistente Laufkäferarten und Baumarten gegen eine vergleichsweise deutlich größere Vielfalt an faunistischen und floristischen Artengesellschaften ausgespielt. Was durch die sog. ÖF im besten Fall entstehen wird, ist in mehrfacher Hinsicht nichts weiter als ein fauler Kompromiss: Anvisiert ist erstens lediglich ein Zustand, wie er um 1955 herum existiert hat; d. h. von einer klassischen, tatsächlich urwüchsigen Auenlandschaft kann von vorherein schon einmal nicht die Rede sein.

... das Aussterben und Verdrängen zahlloser Arten und Individuen wird billigend in Kauf genommen.

... Drittens setzt man beim Waldumbau auf Baumarten, die mittlerweile nicht mehr als 'verlässlich resistent' eingestuft werden können (Eschentriebsterben, Ulmensterben).

... Einmal eins mit der Keule übergezogen bekommen, kann man im Zweifelsfall verkraften, aber seltene Schläge mit großen Keulen durch den wiederholten Gebrauch kleiner Keulen zu ergänzen, das überleben vielleicht entsprechend programmierte Roboter, aber keine Populationen, die gewohnt sind, ohne Keulenschläge zu existieren.

... "Lehre von den Zusammenhängen" hat für die Naturschutzverbände in Bezug auf den recht intakten Ist-Naturzustand des Rheinauenwaldes offenbar keine Gültigkeit bzw. wird hartnäckig ignoriert. Warum bloß?

... Ein 'echtes' Zitat hingegen ist der folgende Leitsatz des Gerichts: "Ökologische Flutungen KÖNNEN [Hervorhebung der Verfasserin] Vermeidungsmaßnahmen im Sinne des § 15 Abs. 1 BNatSchG gegenüber Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft durch die Hochwasserrückhaltung und gleichzeitig Ersatzmaßnahmen im Sinne des § 15 Abs. 2 BNatSchG für die durch sie selbst bewirkten Eingriffe sein."

Den Ausführlichen Leserbrief der Frau Katharina John kann hier bei uns auf der Webseite und hier auf der Seite der BZ eingesehen werden.


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